DMM AK16  im Golfclub Hechingen-Hohenzollern

DMM AK16 im Golfclub Hechingen-Hohenzollern

 

von LARS VIELUF

Am letzten Wochenende haben wir, die AK 16-Mannschaft der Jungen, an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Golfclub Hechingen-Hohenzollern teilgenommen. Am Donnerstag ging die aufregende Reise schon sehr früh morgens los. Um 6:30 Uhr war Treffen am Hamburger Hauptbahnhof, was bedeutete, dass wir um 4:30 Uhr aufstehen durften. Nach einer angenehmen Hinreise mit einem kleinen Zwischenstopp in der Outlet-Stadt Metzingen ging es erstmal in das sehr modern und gut eingerichtete Hotel, von dem wir am späten Nachmittag erstmal zur Golfanlage gefahren sind. Nach einer kurzen Trainingseinheit ging es direkt zum Abendessen. Mit schönem Blick auf die Burg Hohenzollern gab es typisch schwäbisches Essen, Braten und Spätzle. Am Abend wurde noch etwas länger wachgeblieben, um sich in den Zimmern zu unterhalten. Auch wurden die Vierer-Paarungen bekanntgegeben, von denen die Mannschaft auf jeden Fall überrascht war. Am Tag darauf ging es am Vormittag in den geplanten Paarungen auf die Proberunde. Bruno spielte mit Max Biebl zusammen, dahinten Jacob und Felix und zum Schluss Tjelle und ich zusammen mit Max von Ramin. Die mitgekommenen Trainer Christoph und Tobi begleiteten uns hierbei und gaben hilfreiche Tipps. Auf der Proberunde stellte sich heraus, dass es kein Zuckerschlecken werden würde, denn gerade der Alte Platz mit den Bahnen 1 bis 6 und 16 bis 18 war sehr eng mit kleinen Grüns. Fehler wurden dort sofort bestraft. Der Platz zeigte sich in gutem Zustand, die Grüns waren schnell und linientreu, aber ziemlich weich, sodass man mit den Annäherungsschlägen die Fahne direkt angreifen konnte. Nach einer kurzen Rückkehr ins Hotelzimmer haben wir uns für die Players Night in Schale geworfen, bei der es nach einer Ansprache und Begrüßung Flammkuchen gab, die und aber nicht wirklich sattmachten, sodass wir mit dem Team vom Hamburger GC Falkenstein bei einem Italiener beim Kino Essen gehen wollten. Das Problem: Es gab zwei Kinos. Man kann sich denken, dass daraus leider nichts geworden ist. Nun galt es, sich zu erholen, um für den darauffolgenden Tag fit zu sein.

Aufgrund einer Handgelenksverletzung konnte Max Biebl nicht an den Vierern teilnehmen, sodass Max von Ramin für ihn einspringen musste. Er spielte mit Felix, Bruno mit Jacob und Tjelle mit mir. Die Startzeiten waren ziemlich verteilt. Deshalb musste Tobi den Shuttle-Bus fahren, um erst Bruno, Jacob und Max Biebl als Fore-Caddie und dann die restlichen Spieler zum Platz zu fahren. Bei Bruno und Jacob ging es mit Bogey-Birdie-Par vielversprechend los, doch Jacob erwischte nicht seinen allerbesten Tag. Am Ende waren es zu viele Schlagverluste für eine Top-Platzierung, doch aufgrund des guten Teamworks spielten Bruno und Jacob 10 über Par. Als zweiter Vierer gingen Felix und Max von Ramin los. Nach einer 8 auf dem schweren ersten Loch spielten die beiden solides Bogeygolf, doch weitere Triple-Bogeys auf den Löchern 7 und 8 machten ihnen das Leben schwer. Bis zu Loch Nummer 16 lief alles gut, als es auf der Scorekarte mit einer 11 zweistellig wurde. Schlussendlich beendeten sie die Runde mit 26 über Par. Als letzter Vierer starteten Tjelle und ich. Nach einem guten ersten Abschlag lief gar nichts mehr zusammen. Mit 8-8-6-5 zum Start lagen wir 11 über Par nach 4 Löchern. Ein lupenreiner Fehlstart. Danach spielten auch wir solide, aber nicht wirklich gut. Verlorene Bälle auf 9 und 13 führten zu Triple-Bogeys, damit wir 26 über Par nach 16 Löchern lagen. Nach einer sehr guten Rettung des Pars auf der 17 und einem Bogey auf der 18 waren wir mit 27 über Par im Clubhaus. Insgesamt war es ein ziemlich enttäuschender Tag, wo jeder wirklich besser hätte spielen können, aber wir gingen mit Zuversicht in die Einzel, denn erst zwei von sieben Wertungsergebnissen waren gespielt.  Mit 36 über Par waren wir im Gesamtklassement 12., mit Tjelle und mir als Streichergebnis, weshalb wir diesen Artikel schreiben dürfen.

Nach einem erneut guten Abendessen beim gleichen Lokal wie am Donnerstag ging es früh ins Bett, denn wir mussten aufgrund des langen Weges zu Tee 7, von dem wir als schlechtplatziertes Team starten durften, am nächsten Tag um 6:45 Uhr zum Golfplatz losfahren. Es starteten Bruno, Jacob, Felix, Max von Ramin, Tjelle und Max Biebl. Ich ging als Caddie bei Tjelle mit. Es ging auf der eigentlich einfachen Bahn 7 für Bruno nicht gut los. Der erste Abschlag landete rechts auf der Landstraße, woraus ein Triple-Bogey resultierte. Dann aber fing er sich mit 5 Pars und einem Bogey auf den nächsten sechs Löchern. Jacob startete mit 4 Bogeys und 4 Pars auf den ersten acht Löchern sehr gut. Felix unterliefen auf der 10 und 13 frühe Fehler, woraus ein Zwischenstand von 10 über Par nach 7 Löchern resultierte. Als nächstes startete Max von Ramin, dessen langes Spiel an diesem Tag richtig gut war, doch das Putten ließ ihn immer wieder im Stich. Er spielte die ersten Löcher sehr solides Bogeygolf, nur mit etwas vielen Dreiputts. Dann war Tjelle an der Reihe, der nach 2 Löchern mit 1 unter Par zwischenzeitlich ganz vorne lag, ehe er eine Serie von Bogeys spielte, die ihn auf einen Zwischenstand von 6 über Par nach 9 Löchern brachte. Als letztes startete Max Biebl stark. Wie Jacob lag er 4 über Par nach 8.

Die Eltern unterstützen uns während der Runden im DMM-Liveticker und fieberten die ganze Zeit mit. Alle paar Minuten wurde auf den Liveticker geschaut, um den Zwischenstand zu erfassen. Vielen Dank für Eure Unterstützung! Unterdessen machte Bruno gut weiter. Auf den letzten 11 Löchern spielte er trotz 4 Bogeys und eines Doppelbogeys 3 über Par, was er seinen 3 Birdies zu verdanken hatte. Gerade auf den schwereren für uns zweiten neun Loch (Löcher 16,17,18,1-6) spielte er gutes Golf, was zu einer 79er-Runde führte, mit der er verständlicherweise nicht zufrieden war, da seine Ansprüche noch ein ganzes Stück höher liegen. Jacob hingegen patzte auf den Löchern 15 und 1, woraus eine 89 (17 über Par) resultierte. Kleiner Trost: Hätte er einen Schlag mehr gebraucht, wäre er ein Dutzend Titleist Pro V1 an Bruno losgeworden. So blieb es aber eine frustrierende Runde. Felix spielte am Ende durch weitere hohe Zahlen eine 23-über-Par-Runde, womit er auch alles andere als zufrieden war. Für Max von Ramin war seine Runde auch nicht befriedigend, denn insgesamt 8 Dreiputts führten zu einer 92 (20 über Par). Sein langes Spiel lässt aber auf mehr hoffen.  Tjelle hingegen hatte anders als im Vierer am vorherigen Tag einen richtig guten Tag erwischt, an dem er nur einen großen Fehler an der 4 gemacht hat und sonst den langen und schweren Platz gut bewältigt hat und sich mit 13 über Par sogar unterspielte. Und da war ja auch noch Max Biebl. Max hatte richtig Feuer gefangen. Mit weiteren 5 Pars und 5 Bogeys spielte er trotz oder gerade wegen der Zwangspause durch das Handgelenk eine richtig gute 81 (9 über Par) und wurde damit einstellig! Schon am Anfang der Saison hatte er einen Putt zur Einstelligkeit verschoben, doch nun wurde die Barriere endlich durchbrochen. Am darauffolgenden Mittwoch wurde er  zusammen mit Christophs Uhr (unabsichtlich) in den Teich der 11/12 geworfen. Trotz dieser zum Teil guten Ergebnisse blieben wir deutlich hinter unseren Erwartungen zurück und wurden Zwölfter. Herzlichen Glückwunsch an den GC St. Leon-Rot zum Sieg! Zeitig begaben wir uns auf die Rückfahrt, sodass wir am Montag um 1.40 Uhr morgens am Hauptbahnhof ankamen.

Schlussendlich kann man sagen, dass es trotz eines eher enttäuschenden Ergebnisses ein sehr schönes Erlebnis war. Diese Erlebnisse geben uns Ansporn, uns weiterzuentwickeln, sodass wir im nächsten Jahr hoffentlich wieder teilnehmen können. Wir möchten uns noch im Namen des gesamten Teams bei einigen Personen bedanken, ohne die diese Fahrt gar nicht möglich gewesen wäre. Zu allererst möchten wir uns beim Jugendwart Wenzel Kohne für die grundlegende Organisation bedanken. Außerden danken wir Ulrich Scharrenweber für die Organisation des Transports unserer Bags, was und einigen Stress erspart hat. Auch gilt ein Dankeschön an den Club für das Sponsoring der Reise. Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich unseren Trainern und Betreuern Christoph und Tobi, die das Ganze toll organisiert haben, uns super unterstützt und gecoacht haben und einfach für uns da waren. Es war ein besonderes Erlebnis, was sich gerne wiederholen kann. In diesem Sinne: Auf ein nächstes Mal!