Frühgolf – der Sonne entgegen

Frühgolf – der Sonne entgegen

Am Sonntag war es wieder soweit, früh aufstehen, ja GANZ FRÜH, wie für Easy Jet Flug, bemerkte Gaby sehr treffend. Richtig, nur viel besser. Unser schöner Golfplatz, jungfräulich (-männlich?) lag er da, Vier Uhr 10, noch niemand da, dachte ich. Alles noch ganz düster. Hoffentlich komme ich überhaupt ins Caddyhaus? Tatsächlich, es ist offen. Doch schon jemand hier. Jaaa, auch so früh wurden schon Bälle für die Driving Range gezogen. Hut ab. Vier Uhr 15! So nach und nach trudelten auch andere Autos mit Menschen drin ein: alles Golfer. Vier Uhr 30.

Christa, Bärbel, Petra und Fritz mit Köstlichkeiten für den Blutzuckerspiegel, Tee und Kaffee für Geist und Seele. Großartig. Um diese Uhrzeit schon so viel und so gute Organisation. Danke dafür! Bärbel sogar mit Sonnenblumen-Deko im Gepäck! Vielleicht wurde es deswegen so schönes Wetter? Geld und Score Karten auch alles bestens organisiert. Langsam verschwand die Dunkelheit, Tageslicht mit rosa Wolken und abnehmender Mondsichel waren hinter dem Bürogebäude zu sehen, davor Christa, die mit sicherer Hand die Helferinnen und Helfer dirigierte. Wobei das mehr symbolisch gemeint ist. Bärbel organisierte das Start- bzw. Halfway-Häuschen total perfekt, sogar richtige Milch für den Kaffee hatte sie dabei. Gut gelaunte Menschen mit blinkenden Trolleys tauchten auf. „Die blinken immer“, wie Wiebke mir erklärte, „aber sehen kann man es nur im Dunkeln!“ Beim Frühgolf eben.

Es gab so viele wunderbare Dinge zu sehen, die ich sonst nicht wahrnehme: Frühnebel, feuchter spurenfreier Rasen, aufsteigende Dunstwolken aus dem Teich an der 11. Und dann an der Bahn 14: die aufsteigende Sonne blitzt tatsächlich durch die Bäume: Fünf Uhr 30! Das beflügelt meine Flightpartner: spielen sie doch ein Par an der 14 (fast wäre es ein Birdie geworden). Bärbel und Joachim ergänzen sich ganz prima. Was für ein wunderbarer Tagesbeginn. Das Wetter entwickelt sich zu einem schönen warmen Sommermorgen. Auf der Terrasse, nach 18 Löchern Freude (mal mehr, mal weniger) und guter Laune (immer), erwarten uns hübsch gedeckte Tische und auch das Buffet sieht sehr appetitlich aus. Elena hat wie immer alles im Griff. Extra-Kaffee-Wünsche werden klaglos und sofort erfüllt: Ahhh, es gibt Milchkaffee für mich! Danke, Joachim! Der Sonntag kann beginnen. Nächstes Jahr sehen wir uns wieder hier alle zusammen? So früh?

von Ingrid Sommer