Hamburger Mannschaftsmeisterschaft

Hamburger Mannschaftsmeisterschaft

Am vergangenen Wochenende, 24.10./25.10.2020, hat für uns als Herrenmannschaft der letzte und einzige Mannschaftswettkampf in dieser etwas anderen und merkwürdigen Saison stattgefunden: das Final 4 der Hamburger Mannschaftsmeisterschaften. Durch unseren geglückten Aufstieg aus der Gruppe B in der Vorsaison, waren dieses Jahr die Medaillenplätze in greifbarer Nähe. Jedoch war schon lange bekannt, dass mit Treudelberg, Falkenstein und unseren Nachbarn, den Walddörfern, wir unser gesamtes Potential abrufen müssen, um uns gegen diese Mannschaften behaupten zu können.

Anders als bei den Ligawettspielen, ist die Spielform bei diesem Wettspiel Matchplay.

Zunächst wurden am Samstag die beiden Halbfinalspiele ausgetragen, von denen die jeweiligen Sieger um den Titel „Hamburger Mannschaftsmeister 2020“ spielen durften.

Als Aufsteiger sind wir an Position 4 gesetzt worden und hatten somit die Ehre, gegen den Vorjahressieger aus Treudelberg antreten zu dürfen. Um einen Sieger bei diesem Match zu bestimmen, sollten acht Spieler im Einzelmatchplay über 18 Löcher gegeneinander antreten. In jedem Flight gab es einen Punkt für einen Sieg, bei Gleichheit nach 18 Löchern wurde der Punkt geteilt und jede Mannschaft durfte 0,5 Punkte erhalten. Somit bedarf es 4,5 Punkte, um das Duell für sich zu entscheiden. Durch eine hohe Trainingsbereitschaft in den Tagen und Wochen zuvor und die generell hohe Leistungsdichte im Team fiel es nicht leicht, die 8 Spieler zu nominieren, die es letztendlich richten sollten.

Um 09:50 Uhr durfte es endlich losgehen und Morten hat für uns in der ersten Begegnung aufgeteet, der sogar den ersten Punkt für Ahrensburg holen konnte. Leider konnten sich dem nur Lennart und Henrik  anschließen, wodurch nur 3 Punkte zustande gekommen sind, da Treudelberg die restlichen Partien jeweils – teilweise sehr knapp – für sich entscheiden konnten. Dies führte dazu, dass wir uns im Halbfinale gegen den zukünftigen Titelverteidiger denkbar knapp mit 5:3 geschlagen geben mussten.

Im anderen Halbfinale zwischen Falkenstein und Walddörfer konnte sich der aktuelle Deutsche Mannschaftsmeister durchsetzen, wodurch sich für uns die Begegnung gegen unsere Nachbarn um den dritten Platz am Sonntag ergeben hat. Allerdings ging es hierbei nicht nur um die Medaille, sondern auch um die Vermeidung des Abstiegs in Gruppe B. Dies machte dieses Duell umso wichtiger!

Um das Ergebnis dieser Partie vorwegzunehmen: Die Nummer 1 am Bredenbeker Teich sind wir! Diesmal angeführt von Luis, der den ersten Ball für das Team GCHA ins Spiel brachte. Nachdem am Samstag der Start bei uns allen etwas holprig war, ging es am Sonntag deutlich besser los und wir konnten in den meisten Matches bereits früh in Führung gehen. Trotz des hohen Drucks, der auf allen bei diesem wichtigen Duell lag, konnten fast alle unserer Spieler ihr gesamtes Repertoire abrufen und haben, obwohl sie leicht in Führung waren, nicht nachgelassen und immer weiter gemacht. So kam es, dass die beiden Buchhölzer, sowie Bruno bereits fünf oder sechs Bahnen früher aufhören konnten, da sie bereits den Punkt geholt haben. Auch Niklas konnte seinen früh rausgespielten Vorsprung lange halten und vorzeitig den vierten Punkt sichern. Die restlichen Partien waren allesamt bis zum Schluss sehr eng und drei mussten sogar über die volle Distanz bis zur 18 gehen.

Hervorzuheben ist dabei das Match zwischen Robin und Julius Kreutzer (Handicap +3), bei dem sogar Löcher trotz eines Birdies verloren wurden und über die gesamte Runde erstklassiges Golf gespielt wurde. So kam es, dass diese Begegnung im Gleichstand auf die letzte Bahn ging (einem schwierigen Par 4) und Robin zum krönenden Abschluss nochmal ein Birdie zauberte, gegen das der Gegner nicht mithalten konnte und damit den entscheidenden, fünften Punkt holte. Obwohl der Sieg nun bereits sicher war, wurden alle Matches zu Ende gespielt und so kam es, dass bei den noch offenen, engen Partien wir jeweils das bessere Ende auf der 18 hatten und insgesamt mit 7:1 gewinnen konnten. Lediglich Jan hat seinen Punkt gegen seinen Ex-Verein abgeben müssen.

Durch diesen bravourösen und geschlossenem Auftritt am Sonntag haben wir uns nicht nur eine Medaille erspielt, sondern dürfen auch im nächsten Jahr wieder um den Titel mitkämpfen und werden es dann im Halbfinale mit den Männern aus Falkenstein zu tun bekommen.