AK65 Damen des GCHA gewinnen die Hamburger Mannschaftsmeisterschaft 2026

AK65 Damen des GCHA gewinnen die Hamburger Mannschaftsmeisterschaft 2026

Nervenstarker Finalsieg nach dramatischem Stechen in Wentorf-Reinbek

Am 2. und 3. Juni 2026 wurde im traditionsreichen Golfclub Wentorf-Reinbek das Final 4 der Hamburger Mannschaftsmeisterschaften der Damen AK 65 ausgetragen. Der gastgebende Club feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und zählt damit zu den ältesten Golfclubs Deutschlands – ein würdiger Rahmen für die Entscheidung um die Hamburger Mannschaftsmeisterschaft.

Für den Golfclub Hamburg-Ahrensburg gingen Dr. Silke Weiler, Brigitte Fischer, Silke Kappmeier und Catharina Noritz an den Start. Ersatzspielerinnen waren Dagmar Kalkoffen und Adelheid Stille-Sinn. Gespielt wurden an beiden Tagen Matchplay (Lochspiel), bestehend aus einem klassischen Vierer sowie zwei Einzeln.

Deutlicher Halbfinalsieg gegen Hamburg-Walddörfer

Im Halbfinale trafen die Ahrensburgerinnen auf den benachbarten Golfclub Hamburg-Walddörfer, angeführt von der amtierenden Hamburger Meisterin Christine Dobenecker.

Den ersten Punkt für den GCHA sicherten frühzeitig Dr. Silke Weiler und Brigitte Fischer im Vierer. Spannend verlief das Match zwischen Silke Kappmeier und Christine Dobenecker. Über lange Zeit verlief die Partie völlig ausgeglichen, ehe sich Silke auf den Schlusslöchern entscheidend absetzen konnte und das Match mit 2&1 für sich entschied.

Den letzten Punkt gewann Catharina Noritz souverän, so dass die Ahrensburgerinnen mit einem überzeugenden 3:0-Erfolg ins Finale einzogen.

Im zweiten Halbfinale überraschte die Heimmannschaft aus Wentorf-Reinbek die leicht favorisierten Spielerinnen von der Wendlohe und nutzte ihre Platzkenntnis zu einem 2:1-Erfolg.

Hochklassiges Finale gegen die Gastgeberinnen

Damit stand für die Damen des GCHA im Finale die wohl schwierigste Aufgabe bevor: Das Duell gegen die Gastgeberinnen auf einem Platz, den diese in- und auswendig kennen.

Von Beginn an zeigten die Wentorferinnen, dass sie ihren Heimvorteil auf dem teilweise durchaus „tricky“ zu spielenden Platz erneut nutzen wollten. Alle drei Matches wurden auf hohem Niveau geführt und in keiner Partie zeichnete sich frühzeitig eine Entscheidung ab.

Sowohl der Vierer von Silke Weiler und Brigitte Fischer als auch das Einzel von Silke Kappmeier gingen bis zum 18. Loch. Dort brachten Silke W. und Brigitte ihre knappe Führung im Vierer ins Ziel und sicherten einen wichtigen Punkt für den GCHA.

Im Einzel von Silke K. gelang ihrer Gegnerin auf dem Schlussgrün noch ein nervenstarker Putt aus rund 1,5 Metern bergab zum Teilen des Matches. Da die Gastgeberinnen das zweite Einzel gegen Catharina Noritz gewinnen konnten, stand es nach regulärer Spielzeit 1,5 : 1,5.

Die Hamburger Mannschaftsmeisterschaft musste im Stechen entschieden werden.

Dramatische Entscheidung im Sudden Death

Wie bei den Final-4-Wettbewerben üblich, nominierten beide Teams jeweils drei Spielerinnen für das Sudden-Death-Stechen. Das erste nicht geteilte Loch entscheidet jeweils das einzelne Duell. Die Mannschaft, die zuerst zwei Punkte gewinnt, würde Hamburger Mannschaftsmeister werden.

Silke Kappmeier eröffnete das Stechen für den GCHA. Gespielt wurde Loch 7, das markante Par 4 mit dem Abschlag direkt an der Terrasse des Wentorf-Reinbeker Clubhauses und das Signature Hole des Platzes.

Die Wentorferin eröffnete mit einem hervorragenden Drive. Auch Silke traf ihren Abschlag gut, allerdings einige Meter links der Ideallinie, so dass der Ball unglücklich im Hang-Rough der extrem schmalen Spielbahn liegen blieb.

Was dann folgte, war vermutlich einer der besten Schläge ihrer mehr als 50-jährigen Golfkarriere. Aus schwieriger Hanglage und stark über dem Ball stehend schlug sie ein perfektes Eisen 8 auf das schmale Grün. Der Ball kam nur etwa 1,20 Meter vor der Fahne zur Ruhe.

Ihre Gegnerin erreichte mit einem guten Schlag ebenfalls die Nähe des Grüns, blieb jedoch rund acht Meter hinter der Fahne auf dem Vorgrün liegen. Ihr Putt verfehlte das Loch knapp. Silke nutzte ihre Chance, lochte souverän und gewann das Loch mit Birdie gegen Par.

Der erste Punkt im Stechen ging damit an den GCHA.

Im zweiten Duell musste sich Silke Weiler ihrer Gegnerin geschlagen geben, nachdem diese einen beeindruckenden Putt quer über das gesamte Grün versenkt hatte.

Somit fiel die Entscheidung im dritten und letzten Match.

Catharina Noritz behält die Nerven

Nun lag die gesamte Verantwortung auf den Schultern von Catharina Noritz.

Erneut traf sie auf ihre starke Gegnerin vom Vormittag. Beide Spielerinnen eröffneten mit guten Drives. Catharina entschied sich für die taktisch sichere Variante und spielte ihren zweiten Schlag links kurz vor das Grün. Ihrer Gegnerin versagten zunächst etwas die Nerven; der Schlag ins Grün blieb deutlich zu kurz. Mit einem starken Pitch blieb sie aber im Spiel und ließ sich eine Par-Chance aus etwa zwei Metern.

Catharina hatte vom Vorgrün noch rund 20 Meter bis zur Fahne. Ihr Putt war sensationell dosiert und blieb nur etwa 60 Zentimeter neben dem Loch liegen.

Die Wentorferin verpasste anschließend ihren Par-Putt knapp.

Während sich am Himmel bereits Blitz und Donner ankündigten, trat Catharina zu ihrem kurzen Putt an. Nervenstark lochte sie ein und sicherte damit den entscheidenden zweiten Punkt im Stechen.

Der Jubel der in ihren markanten hellgrünen Polohemden versammelten Ahrensburgerinnen rund um das Grün war riesig.

Ein Sieg der gesamten Mannschaft

Zum Erfolg trugen nicht nur die eingesetzten Spielerinnen bei. Neben Heidi Stille-Sinn und Dagmar Kalkoffen waren Marita Reincke, Helga Wehrle und Connie Kröger vor Ort eine enorme Unterstützung – teilweise als Caddies, teilweise als begleitende Supporterinnen.

Besonders bemerkenswert war Dagmars Überraschung am Morgen des ersten Spieltags. Sie überreichte allen Spielerinnen kleine Glücksbringer – eine Kette und ein Armband in der Farbe der Mannschaftspolos. Ob diese am Ende den entscheidenden Ausschlag gegeben haben, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass Teamgeist, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung einen wesentlichen Anteil an dieser herausragenden Mannschaftsleistung hatten.

Feierlicher Abschluss

Nach der Siegerehrung und den obligatorischen Mannschaftsfotos machten sich die frisch gekürten Hamburger Mannschaftsmeisterinnen auf den Weg zurück nach Ahrensburg.

Im Clubhaus des GCHA wurde der Titelgewinn anschließend bei dem einen oder anderen Glas Wein gefeiert.

Ein dramatisches Finale, große sportliche Leistungen und ein außergewöhnlicher Teamgeist machten diese Hamburger Mannschaftsmeisterschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis – und bescherten den AK-65-Damen des GCHA den verdienten Titelgewinn 2026.